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Rollschuh fahren

13. Okt.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Okt.


Rollschuh fahren - lang ist es her denken sich viele. Wie alt war ich da nochmal ? 8,15, 20 ?

Auf jeden Fall verbindet man es mit "lange her".

Und tatsächlich sind die Anfänge des Rollschuhs "lange her".

Die Geschichte des Rollschuhs


1. 1760 - John Joseph Merlin: Die erste Konstruktion und Erfindung des Belgiers, ein Holzbrett an dem 4 Metallräder hintereinander befestigt waren, wurden, was mich besonders freut, in meiner Lieblingsstadt LONDON präsentiert. Und zwar auf einem Maskenball. Da Merlins Rollschuhe aber weder Lenkung noch Bremsen hatte, endete das Ganze, wie sollte es auch anders kommen, mit einem Crash in einem Wandspiegel. Danach hat sich erst 59 Jahre später wieder Jemand daran versucht.

2. 1819 - Charles-Louis Petitbled:

Der Franzose ließ sich sein Modell patentieren, welches 3 Metallräder hintereinander angeordnet hatte. Also genau genommen, haben beide ersten Konstrukteure eine Art Inliner im Sinn gehabt. Aber auch dieses Modell erwies sich als schwierig , da eine Steuerung kaum möglich war. Danach mussten nur 64 Jahre vergehen.

3. 1863 - James Leonard Plimpton:

Der US - Amerikaner erfand dann endlich den klassischen Rollschuh mit zwei nebeneinanderliegenden Achsen und 4 Rädern (Quad). Durch ein Gummi Federsystem war Kurven fahren erstmals möglich . Und das hat zu einem weltweiten Rollschuhbahnen Boom geführt. Und das schon im Jahre 1863, wer hätte das gedacht. Danach gab es dann stetige Verbesserungen, wie zum Beispiel von.....

4. 1876 - William Brown: Der britische Erfinder reichte ein weiteres entscheidendes Patent ein, das Kugellager. Zusammen mit Joseph Henry Hughes wurde es 1977 nochmal verbessert. Dadurch wurde die Reibung der Räder drastisch reduziert und dem flüssigen und schnellem Freizeitvergnügen stand nichts mehr im Weg.

5. 1884 - Levant M. Richardson: Der Amerikaner perfektionierte wenige Jahre später das Kugellager zu einem robusten Stahlkugellager, was die Massenproduktion einläutete.


Natürlich wurde auch weiterhin verändert und verbessert, da es zu diesem Zeitpunkt noch kein wirklicher Schuh war, sondern zum Anschnallen an die Strassenschuhe. Aber sie wurden immer preiswerter und somit für die breite Bevölkerung erschwinglich. Der Rollschuh war nicht mehr nur noch Freizeitbeschäftigung, sondern kam auch in der Sportwelt an.


1900 - 1924 entstanden die ersten nationalen Rollsportverbände (1910 in Deutschland)


1930 - 1980 In den 1930ern entwickelte sich das Rollerderby , das viele Zuschauer angezogen hat.


1970 revolutionierten dann die Kunststoffrollen den Markt und ein leises , sichereres fahren auf Asphalt und Hallenböden wurde möglich. Des Weiteren wurden somit unangenehme Stöße abgedämpft.


Und in den 1980ern, und somit auch mich betreffend folgten weltweite Rollerdiscos mit bunten Rollen und einem Stopper vorne.


Wir in München hatten unseren legendären Rollpalast, das war der Wahnsinn...

Es gibt eine große Rollschuh Community in München, die zum Einen sich dafür einsetzt, dass wir so einen Rollpalast wieder ins Leben rufen. Und gleichzeitig organisieren sie es , dass wir immer wieder auch jetzt schon tolle Locations geboten bekommen, wo man bei cooler 70er, 80er und 90er Musik ein besonderes Rollschuh Fahr Erlebnis erleben darf. Regelmässig z.B. im Backstag . Danke, dass Ihr das möglich macht. Jeder ist willkommen und bekommt auch jederzeit Tipps und Ratschläge und es gibt kein Alter, in dem man es nicht nochmal wagen sollte...... also....probiert es einfach aus, ich habe es auch erst vor 2 Jahren wieder angefangen.





Mein Fazit: Als 70er Jahre Kind ist Rollschuhfahren für mich nach wie vor ein grosser Spass. Vor allem mit Musik und gemeinsam mit anderen "Freaks".


1 Kommentar

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Gast
13. Okt.
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Toller Beitrag, sehe ich genauso :-)

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